Thailand 2009 Patong Beach, Phuket

 

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Bangkok, Dienstag 18.01.2011

Der letzte Tag, die Abreise nach Deutschland steht an. Ich werde das angenehme Wetter sicher schmerzlich vermissen. Ich war vor ca. 15 Jahren das erste Mal in Bangkok und ich muss feststellen, die Stadt hat sich verändert. Ganz besondert fällt auf, dass es nicht mehr so stinkt. Bangkok hat früher nach Abgasen, Garküchen und Kloake gerochen. Die Abgasgesetzgebung und die Einführung von Katalysatoren hat zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität geführt. Der Sky Train und der Airport Link haben die Verkehrssituation ein wenig verbessert. Man kann mit Sky Train und der U-Bahn viele markante Punkte recht bequem erreichen. Es gibt weniger Tuk Tuks im Straßenverkehr, dafür jede Menge Luxuslimousinen. Ich habe das Gefühl es gibt auch weniger Garküchen an den Strassen. Bangkok ist sauberer geworden; immer noch kein Vergleich zu deutschen Städten aber sauberer als die versifften Ecken von London allemal. Ich habe beobachtet, wie die Touristenpolizei einen Raucher festgenommen hat, der seine Kippe auf den Boden geschmissen hat. Kippen auf den Boden schmeißen wird mit 2.000 THB geahndet, sofern man erwischt wird. Ich habe auch beobachtet, dass die Polizei die Verkaufsstände intensiv kontrolliert; ein Händler musste seinen Stand unter Tränen abbauen. Besonders deutlich wird der Wandel, wenn man die Stadt von oben sieht; dort wo früher noch Wellblechsiedlungen waren, ist jetzt das Land platt gemacht worden für das nächste Hochhausprojekt.

 

 

Ich verbringe den Morgen im Gym, bin rechtzeitig bei Frühstück und packe meine Koffer. Das Hotel bietet mir an, mein Gepäck zu verwahren und ich kann auch um 19:00 noch mal duschen gehen, sehr gut. Ich fahre noch mal ins MBT, erstehe ein paar Mitbringsel, gehe bei meinem Schneider vorbei um die Hemden und Hosen – passen übrigens einwandfrei – abzuholen, esse noch ein Eis, trinke einen Kaffee und ruck zuck ist der Nachmittag rum. Ich hole mein Gepäck, dusche ausgiebig und ziehe mich um. An der Rezeption bestelle ich mir ein Taxi, wir vereinbaren 400 THB für die Fahrt zum Flughafen. Am Flughafen kann mir der Fahrer mit treuherzigem Blick angeblich den 500 THB Schein nicht wechseln und kann mir nur 70 THB rausgeben. Ich könnte jetzt den Schein in der Halle wechseln lassen, aber das ist mir dann auch zu doof. Ich bin sehr zeitig da, checke ein, begebe mich zur Lounge, genieße die letzte Fußmassage im Spa der Thai Lounge – wahrscheinlich das letzte mal, im 02/2011 läuft mein Gold-Status aus. Und beim Einsteigen wieder eine freudige Überraschung, mein Sitzplatz hat sich geändert; ich habe noch mal ein Upgrade in die Business Class erhalten; ganz wunderbar: einen Prämienflug in der Economy gebucht und zweimal ein Upgrade in die Business erhalten.

 

 

Fazit: Thailand ist wunderbar und ich werde auch sicher wiederkommen, z.B. zum Triathlon Phuket im November 2011. Pattaya ist erträglich, wenn man ein Moped hat und bereit ist, die Gegend ein wenig zu erkunden. Die Hosen, welche am 1. Januar noch gespannt haben, sitzen jetzt schon viel bequemer, gut so. Für Phuket im November ist schließlich wieder Kampfgewicht angesagt!

 

14.3.11 10:31


Bangkok, Montag 17.01.2011

Ich schlafe gründlich aus und verbringe viel – zu viel – Zeit im hoteleigenen Gym, ich komme um 11:15 zum Frühstück; leider zu spät. Macht nix, ich mache mich auf den Weg zum Schneider meines Vertrauens; heute hat er ja wieder auf. Mr. Xxx meint mir mit 1.500 THB ein Angebot machen zu können, bei dem ich nicht nein sagen kann. Ich sage trotzdem nein und wir einigen uns auf 7.000 THB für 6 Hemden aus ägyptischer Baumwolle. Mr. Xxx kann mich dann doch noch zu 3 Hosen zu 5.000 THB überreden; Reste vom Ballen hochwertiger Stoffe, welcher gerade noch für 1 Hose reichen. Ich brauche ohnehin wieder ein paar neue Hosen und für ca. 125 € kann man jetzt nicht so viel falsch machen.

 

 

Da ich das Frühstück im Hotel verpasst habe gönne ich mir ein Frühstück in einem Straßencafe an der Sukhumvit Road. Bei einem Milchkaffee beobachte ich das Leben auf der Strasse. Die Gegensätze sind nicht zu übersehen. Auf der einen Seite die jungen Mädchen, die sich schon um sie Mittagszeit versuchen einen Freier zu angeln, die Bettlerinnen, die mit ihren Kindern an den Fußgängerbrücken sitzen und die zum Teil bildhübschen Office Ladies mit langen schwarzen Haaren und einer Figur zum niederknien. In Bangkok kann man wirklich auf 100 m fünf unterschiedliche Welten entdecken.

 

 

Nachmittags muss ich mir jetzt endlich mal die berühmte Khao San Road ansehen. Die Fahrt mit dem Taxi dorthin ist alleine schon eine halbe Stadtrundfahrt. Ein dickes Dankeschön an Bhudda, dass diese Fahrt – trotz des abenteuerlichen Fahrstil des Fahrers – ohne Schäden an Leib und Leben blieb. Die Khao San Road gilt ja als das Backpacker Paradies von Bangkok; nun ja es gibt einige nette Cafes und Restaurants und tatsächlich auch eine eher ruhige Seitenstrasse mit schattigen Bäumen. Aber in den ganzen Läden und Ständen werden der gleiche Plunder und die gleiche T-Shirts angeboten wie auf der Sukhumvit Road, im MBT oder in Patpong. Es gibt allerdings ein paar Schmuckläden mit tatsächlich schönen und ausgefallenen Stücken. Gleichwohl, ich erstehe zwei sehr bequeme Hosen im Fischerhosen Stil und esoterischen Farben und gönne mir einen Cafe Latte. Ich spaziere weiter in Richtung Königspalast, der nach 16:00 allerdings den Namen Wat Schon Zu trägt. Ich engagiere mir ein Tuk Tuk und bitte den Fahrer mich ohne Zwischenstopp bei einem Schneider oder Edelsteinhändler direkt zum Big Buddha und zum Golden Mountain zu fahren. Der Tempel auf dem Golden Mountain schließt leider um 17:30, also war das jetzt auch wieder ein Wat Schon Zu, aber der Ausblick vom Golden Mountain hat dafür entschädigt. Ich beschwöre noch ein paar gute Geister indem ich die Glocken auf dem Weg nach unten anschlage und genieße den Anblick des mittlerweile wunderschön beleuchteten Golden Mountain von unten.

 

 

Ich erwische ein Taxi und fahre zum Pantip Plaza, ein riesiges, 5-stöckiges Elektronik Kaufhaus in der New Petchburi Road. Ich habe ja immer noch die Phantasie vielleicht hier günstig ein iPhone zu erstehen. Hier gibt es aber eine Besonderheit; im Haus ist ein offizieller, lizenzierter apple-store, daher bietet kein anderer Händler ein iPhone an. Bis auf einen, der mir ein iPhone für sagenhafte 5.000 THB anbieten möchte. Die Fälschung ist allerdings so plump, wer darauf reinfällt, der glaubt auch die FDP wäre eine seriöse Partei. Ich begrabe endgültig die Hoffnung auf ein günstiges iPhone und beschließe in Ginseng Tee zu investieren.

 

 

Ich begebe mich zur Hochbahn, fahre bis Nana und schließe den Tag ab mit einem leckeren Red Curry mit Shrimps und 2 Shinga.

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14.3.11 10:31


Bangkok, Sonntag 16.01.2011

Heute steht die Radtour „Colours of Bangkok“ auf dem Programm. Interessanterweise war es zuerst ein Holländer, der auf die Idee gekommen ist Radtouren durch Bangkok anzubieten, mittlerweile hat er wohl ziemlich Konkurrenz. Die Idee ist ihm dabei gekommen, da er selbst oft mit dem Fahrrad durch Bangkok ins Büro gefahren ist und dafür nur die Hälfte der Zeit benötigt hatte als mit dem Auto. Die Tour startet im Süden ganz in der Nähe des Chao Phraya Rivers und die Fahrt mit dem Taxi dorthin dauert am frühen Sonntagmorgen nur ca. 10 min. Die Gruppe mit der ich unterwegs bin besteht aus 8 Holländern und ich bin der einzige Deutsche. Die Tour führt zunächst ganz bewusst durch eine Armensiedlung. Die Menschen – die meisten kommen aus dem armen Norden, weil sie sich in der Hauptstadt ein besseres Leben versprechen - leben dort in den allereinfachsten Verhältnissen, aber in den meisten Wellblechhütten steht ein Fernseher und/oder eine Spielekonsole. Die Führerin erklärt, dass die meisten Menschen hier eine Arbeit haben, ausreichend zu Essen haben und dass die Kinder zur Schule gehen würden. Es gebe innerhalb der Siedlung sogar einen Kindergarten.

 

Wir setzten mit einem Langboot über den Fluss über und wir betreten eine andere Welt. Mitten im Moloch Bangkok, die Hochhäuser erscheinen zum Greifen nahe, ist eine grüne Lunge mit Gärten, Bananen und Mangoplantagen. Der Radweg führt über einen relativ schmalen Steg aus Beton durch die Landschaft; bei Gegenverkehr – besonders bei Mopeds – wird es auch mal eng. Wir machen eine Pause in der Nähe einer Klosteranlage und essen dort zu Mittag. Die gebratenen Nudeln werden vor unseren Augen frisch zubereitet und sind richtig lecker. Weiter geht es durch die Klosteranlage und Wohnsiedlungen wieder Richtung Fluss. Nach ca. 5 h ist die Tour vorbei und man hat einige Flecken gesehen, die so garantiert nicht im Reiseführer stehen. Ein absolut lohneswerter Trip!

 

Den Nachmittag verbringe ich rund um den Siam Square. MTB, Siam-Center, Siam-Paragon; Mega Shopping-Center, wo es vom Shopping mit Markt Charakter (MTB) bis zu Chanel, Prada, Hermes und sonstigen Nobelmarken (Paragon) einfach alles gibt. Der Gourmet-Markt im Paragon ist ein Paradies für Feinschmecker. Hier gibt es Gewürze, die führt auch der beste Asia-Shop in Frankfurt nicht. Auf der 2. Etage des MTB befinden sich unzählige Handy-Shops, welche die neusten Mobiltelefone ALLER gängigen Marken anbieten. Einige gängige Modelle von Samsung, HTC oder LG kann man tatsächlich ca. 10 -15% günstiger als in Deutschland erwerben. Den Verkaufsschlager schlechtin, das iPhone 4 mit 32 GB wird für ca. 28.500 THB angeboten, verhandeln zwecklos, die Burschen haben ein Kartell gebildet. Dieser Preis entspricht so ziemlich exakt dem Preis, den Apple auch in Deutschland aufruft, also ziemlich uninteressant. Und überhaupt, für was brauche ich eigentlich ein iPhone?!? Auch wenn einer Marktstudie zufolge – von wem wurde die eigentlich gesponsert – iPhone Besitzer mehr Sex als „normale“ Mobiltelefonierer haben sollen, eine Investition von 739 € in Ginseng wirkt sich mit Sicherheit nachhaltiger auf mein Sexleben aus!

 

Am Abend gönne ich mir mal einen Drink in Bangkoks höchster Open-Air Bar, der Sky Bar im State Tower an der Silom Road. Das muss man einfach mal erlebt haben, alleine die Fahrt mit dem Express-Aufzug in den 64. Stock lassen schon die Ohren zu fahren. Und dann das Panorama – Bangkok bei Nacht, mehr als 200 m über Grund! Vom ganz in der Nähe liegenden Shangri La Hotel wird gerade ein Feuerwerk abgefeuert; fast auf Augenhöhe mit den Raketen. Die Getränkepreise sind allerdings mit der Anzahl der Stockwerke multipliziert worden; ein einfaches Bier kostet 400 THB, das 4-5 fache als üblich. Gepfiffen drauf, ich gönne mir einen Mai Tai und genieße das Panorama in der milden Abendluft. Ich komme mit einer Gruppe junger Männer aus NRW ins Gespräch und werde gesiezt! – ich fühle mich auf einmal alt.  

 

Auf dem Rückweg zur Sky Train Station bei Silom spaziere ich noch über den Nachtmarkt bei Pat Pong. Da mir meine „wertvolle“ Breitling Uhr ja im Frühjahr geklaut worden ist, erstehe ich recht günstig eine neue Uhr. Da muss man wirklich aufpassen, zuerst wollte der Bursche 4.500 THB für das Teil, auf 1.400 haben wir uns geeinigt und da bin ich wahrscheinlich immer noch über den Tisch gezogen worden. Pat Pong ist schon eine  Nummer für sich; in der Mitte der Strasse der Nachtmarkt mit 2 ganz engen Gassen, rechts und links die Go-Go und Beer Bars aus denen ohrenbetäubender Lärm dröhnt. Ich erwische die fast letzte Hochbahn und falle hundemüde ins Bett.

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14.3.11 10:29


Bangkok, Samstag 15.01.2011

Eigentlich war es geplant und bestätigt, dass mich der Minivan von Bells Travel Service um 08:30 am Hotel abholt. Unglücklicherweise hat das Hotel aber 2 Lobbies. Obwohl ich extra per email mitgeteilt habe, dass ich im Greenwing Wing abgeholt werden möchte – was auch per email bestätigt wurde – an der Rezeption mitgeteilt habe, dass ich auf Bells warte; der Fahrer verpasst mich, weil mein Name an der Rezeption angeblich nicht bekannt wäre. Egal ob es jetzt der Fahrer oder das Hotel versemmelt haben, bei der nächsten Runde um 12:30 ist der Fahrer sogar um 12:00 schon da – was wiederum nix nützt, da der Bus nach Bangkok erst um 13:00 am Bus-Terminal abfährt. Das nächste Mal nehme ich den Limousinen Service, die 1.000 THB extra machen mich auch nicht ärmer.

 

 

Gegen 16:00 komme ich dann endlich im Bangkok im Dream Hotel an. Das ist tatsächlich in punkto Komfort und Service eine andere Liga als die Areca Lodge in Pattaya – und auch nur unwesentlich teuerer, ca. 40 € die Nacht inkl. einem wirklich ausgezeichnetem Frühstück und dafür in bester Lage an der Sukhumvit Road, Soi 15. Ich breche zu einem kleinen Rundgang über die Sukhumvit Road auf, schaue bei einigen Schneidern vorbei – für ein maßgeschneidertes Business Hemd werden ca. 1.200 THB (~30 &euro aufgerufen, das gab’s auch schon mal günstiger. Leider hatte der Schneider meines Vertrauens – der vor 3 Jahren sehr gute Qualität geliefert hatte - Royal Tailors schon zu und Sonntag geschlossen. Dann muss das eben bis Montag warten.

 

 

Irgendwie ist mir heute nicht nach Thai Food, in der Nähe der Soi Cowboy finde ich ein Steak House mit Aussie Beef auf der Karte und gönne mir ein gepflegtes Surf & Turf. Nach dem zweiten Shinga beschließe ich den Abend und gehe mal zeitig ins Bett, schließlich muss ich morgen ja früh raus.

https://picasaweb.google.com/vbman60/Bangkok201115012011#

14.3.11 10:28


Freitag, 14.01.2011

Der letzte Tag in Pattaya, und ich muss sagen, es reicht auch. Dieser Ort ist ja ganz nett um mal ein paar Tage zu verbringen, aber das ist es dann auch. Mir kommt die Doku „Leben im Paradies? Deutsche Rentner in Pattaya“ in den Sinn, welche zwischen den Jahren in der ARD lief. Für immer hier? Für die müden Knochen mag das warme Wetter ja angenehm sein, und das Leben in Thailand lässt sich mit einer knappen Rente sicher etwas angenehmer gestalten als in Deutschland; besonders wenn man auf einen Pflegeplatz angewiesen ist. Dafür nimmt man dann in Kauf, dass man mit Socken tragenden Gesinnungsgenossen in einer Art Ghetto lebt. Von den Herren, welche in der Doku gezeigt wurden ist keiner in der thailändischen Gesellschaft angekommen. Sie freuen sich aber darüber, dass die Thais den älteren Herren – bzw. den Brieftaschen der älteren Herren – so aufgeschlossen gegenüberstehen. Nun ja, sollte ich jemals mit dem Golfspielen beginnen, hier wäre eine gute Gelegenheit. Im Umkreis von 50 km um Pattaya befinden sich ca. 20, zum Teil hochklassige Golf Resorts. Wenn man da mal vorbei fährt, das ist schon eine andere Liga als Pattaya Süd! Es geht also auch stilvoll, man muss nur wissen wo.

 

 

Ich bringe am Morgen mein Moped zurück. Obwohl ich den Haken für den Helm verloren habe, bekomme ich anstandslos meine 1.000 THB Kaution wieder zurück. So ein kleiner Roller macht wirklich Spass, vielleicht lege ich mir so ein Ding tatsächlich noch zu.

 

 

Den Rest des Nachmittags verbringe ich lesend und dösend am hoteleigenen Swimming Pool. Für den Abend habe mit meiner Lieblingsmasseurin Rose wieder einen Termin ausgemacht. Mit der Aussicht auf eine wunderbare Massage danach, macht der Workout doch gleich doppelt so viel Spass! Rose kommt pünktlich um 20:00 und vollbringt mit ihren Händen wieder ein wahres Wunder mit meinem Rücken und …

 

 

Ich schließe den Abend mit einem leckeren Green Curry im Baywatch Restaurant ab, mache noch einen letzten Rundgang durch die Walking Street und stelle mich schon mal aufs Kofferpacken ein.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya14012011?authkey=Gv1sRgCIbw7viUn7XHAQ#

 

15.1.11 12:19


Donnerstag, 13.01.2011

Nachdem ich gestern wohl mit dem Fisch so meine Probleme hatte, stand mir heute mal der Sinn nach frischem Fisch. Also ab aufs Moped und zur „Pattaya Underwater World“. Die Underwater World ist ein recht großes Aquarium, durch welches man durch einen Glastunnel wandern kann. Man erhält dadurch den Eindruck, mitten drin im Geschehen zu sein. Schon ein faszinierender Anblick, wenn auf einmal ein großer Stingray oder ein Hai über Dir schwimmt. Die Haie, auch wenn sie durch die Glasscheibe größer wirken als sie tatsächlich sind, waren allerdings eher Baby-Haie. Die Anlage war nett, aber war man war in ca. 30 min durch – und das war wirklich der Schlurfschritt. Für 450 THB Eintritt ist das natürlich auf zahlungswillige Touristen ausgelegt. Wenn man mal ein Aquarium sehen will, das wirklich große Big Whites im Becken hat, dann muss nach Melbourne ins Aquarium, ist jetzt zwar nicht gerade um die Ecke, aber von Bangkok aus gerade mal schlappe 10h!

 

 

Auf dem Rückweg mache noch Halt beim Pattaya Floating Market. Das hat sich wirklich gelohnt. Ein riesengroßer Markt, der von unzähligen Kanälen durchzogen ist, die man mit dem Boot erkunden kann. Mit einem „richtigen“ Markt hat das allerdings nichts mehr zu tun, man muss sich das wie einen riesengroßen Souvenirshop im Teich vorstellen. Gleichwohl eine sehr farbenfrohe Veranstaltung mit vielen Eindrücken für alle Sinne. An allen Stegen liegen Boote, von denen man Köstlichkeiten frisch zubereitet bekommt. An einem Stand habe ich mir Krokodil am Spieß gegönnt, sehr lecker, recht festes Fleisch und recht aromatisch. An einem anderen Stand habe ich dann endlich die wirkliche „spicy“ Thaiwurst bekommen und zum Nachtisch dann noch etwas Kokosgebäck, das sehr schön auf einem Bananenblatt gereicht wurde. Mein Magen schien wieder auf der Reihe zu sein, alles bestens vertragen. Bis ich einen Stand entdeckte, an dem es alle möglichen Insekten und Larven gab. Meine Frage, ob das tatsächlich essbar wäre, wurde mir gleich eine Made zum Versuch angeboten. Ich habe freundlich abgelehnt. Man soll ja niemals nie sagen, aber bevor ich eine Kakerlake esse, würde ich lieber mit Anstand verhungern. Wenn man die Maden nur lange genug beobachtet, dann bekommt man auch das Gefühl, dass sie sich noch bewegen.

 

Am Abend treffe ich an einer Bierbar ein paar Deutsche, die zum Teil als Langzeiturlauber in Pattaya leben. Die Jungs wollen gerade zu einem Zug durch die Gemeinde aufbrechen und ich schließe mich einfach mal an. Wir landen in der Soi 6 in der Pook Bar. Ich gönne mir 1-2 Bier, beobachte die gymnastischen Übungen der „Damen“ an den Chromstangen und frage mich, ob ich im richtigen Film bin. Die Frage beantwortet sich relativ schnell, nachdem sich eine der Damen ziemlich eng an mich rankuschelt und gar nicht mehr von mir ablassen will. Mir war ja schon klar, dass ich in einer Ladyboy Bar gelandet bin. Aber die Lady nimmt plötzlich meine Hand und führt sie in ihren Schritt. Bei aller exotischen Neugier, aber eine Lady, die einen größeren Dödel als ich hat, muss jetzt wirklich nicht sein. Meine neuen Kumpels grinsen sich eins über mein dummes Gesicht und ich beschließe den Tag hier zu beenden. Ich gönne mir noch einen Absacker an der Bar vor dem Hotel und fange so langsam an, mich auf Bangkok zu freuen!

 

 

Bilder:  http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201113012011#

15.1.11 02:42


Mittwoch, 12.01.2011

Heute war ich mal wieder in Ausflugsstimmung. Nachdem ich den Vormittag lesend in Cafe verdöst habe, mache ich mich mittags auf Richtung Norden um die Sanctuary of the truth zu besichtigen. Auf der Fahrt durch Nakula entdecke ich eine deutsche Ecke. Jede Menge Lokale, welche Schnitzel, Rostbraten und dergleichen auf der Karte haben. Sogar der Äppler vom Possmann ist erhältlich; Gott sei Dank weist aber ein Verkehrsschild darauf hin, dass es ca. 10.000 km bis Offenbach sind – ok, Offenbach ist auch 10.000 km von Frankfurt weg, aber das ist ein anderes Thema! Die Sanctuary of the truth ist ein erst in den 80er Jahren errichteter Tempel vollständig aus Holz und gilt als größtes Bauwerk aus Holz auf der Welt. Mit wundervollen Schnitzereien und Ornamenten wird die u.a. die Schöpfung, basierend auf den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft dargestellt. Eine sehr liebevoll gestaltete Anlage; aber die 500 THB Eintritt finde ich selbst für thailändische Verhältnisse happig. Aber wenn man sieht, wie aufwendig das Bauwerk gestaltet ist und das ständig etwas restauriert und erhalten werden muss, ist das auch irgendwie gerechtfertigt. Dafür wird man aber mit der Pferdekutsche vom Eingang bis zum Tempel gefahren. Im Norden von Pattaya, bei Nakula befinden sich zahlreiche Luxuswohnanlagen, in denen man – bezogen auf Frankfurter Verhältnisse – „Luxusappartements“ zu moderaten Preisen erwerben kann. Da man aber als Ausländer in Thailand aber keine Immobilien erwerben darf, funktioniert das nur über Mittelsleute; mir kommt da spontan der Gedanke „time sharing“ in den Sinn. Da die meisten Verkaufsprospekte auch in russischer Sprache aufgelegt sind, weiß man ja, wen man da als Nachbarn zu erwarten hätte. Bei einer sog. Luxuswohnanlage habe ich mir mal den Strand etwas genauer angesehen, das war kein Strand, das war eine Müllhalde. Mag ja sein, dass man vom 20. OG einen wunderbaren Blick hat, aber im EG herrscht ziemliches Chaos und Dreck. Ich stelle fest, dass ich mich bei meiner Anmeldung für den Pattaya Triathlon für 2010 angemeldet hatte – die Seite war noch nicht aktualisiert - und daher auch auf der Warteliste für den bereits stattgefundenen Wettbewerb gelandet bin. Nach einer Nachfrage beim Veranstalter stellt sich aber heraus, dass die Anmeldung für 2011 erst im März online gestellt wird. Das bedeutet also, es ist noch alles offen und ich kann mich im März für den Phuket Triathlon anmelden!!! Wenn ich mir die Ergebnisliste von 2010 so anschaue, dann sollte mit einer Zeit < 4h ein Top10 Platz in der M50, vielleicht sogar als bester Deutscher in der M50 drin sein. Nachdem 2009 und 2010 trainingtechnisch betrachtet Nullnummern waren, habe ich jetzt auf einmal wieder richtig Lust auf Sport, gut so! Abends spaziere ich über die Beach Road und beobachte das Treiben in den angrenzenden Sois und Beer Bars. Die Uferpromenade ähnelt in der Nacht einem einzigen großen Kontakthof. Einige Ladies sprechen mich ganz direkt an, einige lächeln nur etwas verschüchtert, mit 2 Mädchen unterhalte ich mich ein wenig. Die eine meinte, sie käme aus dem Norden, wäre erst 2 Monate in Pattaya und würde deutsche Männer ganz toll finden, alles klar, wenn ich gesagt hätte, ich wäre Schwede, würde sie wahrscheinlich schwedische Männer ganz toll finden – ob sie wohl weiß wo Schweden überhaupt liegt? Ihr Englisch ist etwas holperig, die Konversation gestaltet sich mühsam. Auf jeden Fall meinte sie, sie wäre 36 Jahre alt; ich hätte höchstens Anfang 20 geschätzt. Als ich ihr Angebot, mich für den Rest meines Urlaubs treu zu begleiten dankend ablehne, tut sie so als wäre sie tieftraurig. Nun ja, bei ihrem netten Lächeln wird bestimmt noch jemand schwach. Ich gönne mir in einem kleinen Restaurant einen sehr leckeren gegrillten Fisch und ein großes Bier und schließe den Abend mit einem Rundgang durch die Soi6 ab. Eine Go Go Bar neben der nächsten, jede Menge mehr oder wenige attraktive Ladies wollen mich mit „welcome sexy man“ und Angeboten wie „ein Bier für nur 60 THB“ zum Eintreten locken. Einige wirklich sehr attraktive Ladyboys versprechen mir den besten Sex meines Lebens – da fängt es in meinem Magen schon wieder an zu rumoren. Der Fisch war zwar sehr lecker, aber wenn man sieht, wie der Fisch auf den Märkten ohne Kühlung gehandelt wird, dann kann man schon nachdenklich werden. Zum Glück schaffe ich es gerade noch rechtzeitig ins Hotel.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya12012011#

13.1.11 07:07


Dienstag, 11.01.2011

Ich stelle fest, dass ich das ganze Jahr noch kein einziges Stück Schokolade gegessen habe. Zum Dank kann ich meinen Gürtel auch wieder mit dem dritten Loch verschließen – kurz nach Weihnachten war das erste Loch schon eng! Zur Feier des Tages – man darf das Belohnungssystem schließlich nicht vernachlässigen – gönne ich mir bei Starbucks einen Blueberry Muffin! Echt lecker das Ding, und ein typisch thailändisches Frühstück, Cafe Latte & Muffin. Ich beobachte das Treiben auf der Beach Road von der Terrasse des Cafes, heute Morgen ist Flut, da wirkt der Strand etwas breiter. Die ersten Liegen füllen sich, die obligatorischen Nippes-Verkäufer ziehen ihre Runden, die russischen Edel-Nxxxxx mit ihren „Fick Mich“ Plateaus und „Paris Hilton“ Sonnenbrillen flanieren über die Uferpromenade. Mir wird das ganze zu hektisch und ich fahre zum Pier um die 13:00 Fähre nach Ko Lan zu erwischen.

 

Die Fähre legt pünktlich ab und nach einer geruhsamen 45 min Überfahrt ist auch schon wieder Ko Lan erreicht. Auf der Fahrt höre ich das Ostseelied von Hildegard Knef.

 

Ich hasse die gläserne Bläue des Himmels,
die nie müde Sonne, die alles entdeckt.
Ich hasse die flimmernde Hitze des Südens,
den graslosen Felsen, der lustlos sich streckt.

 

Schenk mir die drohenden Farben des Nordens,
die tropfende Stille der schneelosen Nacht.
Schenk mir die ängstlichen Lichter des Morgens,
das Knistern der Dünen, den Sturm, der laut lacht.

 

Schenk mir den klirrenden Atem der Kälte,
die nahtlosen Schnüre des Regens am Meer.
Schenk mir den Nebel, der alles entstellte,
die tiefschwarzen Nächte und Wolken wie Teer.

 

Gib mir noch einmal den Strand meiner Kindheit,
mit Muscheln und Bernstein auf trockenem Weiß.
Gib mir den salzigen Wind meiner Ostsee,
das Jammern der Möwe, die hoffnungsvoll kreist.

 

Gib mir die Molen mit moosgrünen Beinen und Wellen,
die singen ihr endloses Lied.
Gib mir die Farben, die still sich vereinen,
den Atem der Kindheit,
der lautlos entflieht.

 

Ein ganz wunderbarer Text, wenn man bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel unterwegs ist, gleichwohl ich freue mich schon wieder auf „mein“ Hiddensee im April!

 

Ich nehme mir ein Moped-Taxi und steuere Tien Beach an. Die Fahrt geht über eine sehr enge Strasse über den Berg, ich schließe ob des Fahrstils des Fahres mit meinem Leben ab und genieße die Aussicht. Am Tien Beach finde ich einen sehr schönen Sandstrand mit vielen schattigen Bäumen und es ist auch gar nicht so sehr überlaufen. Leider liegen jede Menge Speed Boote am Strand vor Anker; als die gegen 16:00 ihre russischen Gäste wieder einsammeln, machen die einen Höllenlärm, aber so von 17:00 bis kurz vor 18:00 habe ich den Strand in der Abenddämmerung fast für mich alleine und das ist eine sehr gute Stimmung.

 

Nach dem abendlichen Workout gönne ich mir im Kiss Food um Ecke – mittlerweile fast mein Stammlokal – ein Tom Yam mit Shrimps; das war das schärfste, was ich bisher in diesem Urlaub gegessen habe. Ich mache noch einen Verdauungsspaziergang über die abendliche Beach Road und höre eine paar mal, dass ich doch ein „sexy man“ wäre; so langsam glaube ich das fast selbst J

 

Ich merke dass das Tom Yam in meinem Gedärm ein Eigenleben entwickelt und mache mich auf den Rückweg ins Hotel. An der New Orn Bar direkt vor dem Hotel gönne ich mir noch einen Thai Whiskey – man kann ja nie wissen. Nachdem ich mich des Tom Yams wieder entledigt habe, geht’s mir auch schon wieder deutlich besser. Merkwürdig, ich hatte bisher noch nie Magenprobleme in Thailand, aber das war jetzt schon das zweite Mal in einer Woche, das mein Magen verrückt spielt L.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya11012011#
13.1.11 05:38


Montag, 10.01.2011

Heute steht der „Flight of the Gibbon“ auf dem Programm! „Flight of the Gibbon“ ist so eine Art Klettergarten in der Nähe des Khao Khiew Open Zoo. Ich habe diesen Event über das Hotel gebucht und habe dafür 2.500 THB bezahlt. Pick up time war um 09:30, um 09:45 stand der Van vorm Hotel, also pünktlich. Meine Mitstreiter haben zwischen 2.100 und 2.600 THB bezahlt; was soll’s, die 200 THB die ich womöglich zuviel bezahlt habe, tun mir jetzt nicht weh. Nach ca. 1h Fahrt kommen wir auf dem Gelände an. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Getränk fahren wir dann noch mal ca. 10 in den Wald hinein, wo es dann tatsächlich losgeht. Die Geschirre und Karabiner sind von Petzl, also vertrauenswürdiges Equipment.

 

Im Gegensatz zu den Klettergärten wie ich sie im Taunus kenne, geht man hier in Gruppen von 7-8 Personen, zusammen mit zwei Rangern los. Das Sichern mit Karabiner und Seilrutsche darf man auch nicht selber machen, das übernehmen die Ranger. Man klettert auch nicht im eigentlichen Sinne durch einen Parcours sondern bewegt sich über die Seilrutschen und Hängebrücken über den Baumwipfeln und betrachtet den Dschungel von oben, so wie ein Gibbon eben. Leider leben in ganz Thailand nur noch 3.000 frei lebende Gibbons. Da junge Gibbons begehrte Haustieren waren – und hoffentlich nicht mehr sind! – wurden die wildlebenden Gibbons nahezu ausgerottet. Um einen jungen Gibbon zu fangen, muss man die Mutter töten, daher gibt es dann auch keinen Nachwuchs mehr. Die thailändische Regierung hat mittlerweile ein Schutzprogramm entwickelt um diese brutale Praxis zu unterbinden.

 

Die Tour über den Baumwipfeln macht einen Riesenspaß. Die längste Seilbahn ist ca. 300 m lang; beim Abflug kann man das Ziel fast nicht sehen. Zum Teil bewegt man sich 25-50 m über Grund; nix für Leute mit Höhenangst. Die Ranger machen sich einen ziemlichen Spass daraus, uns den Adrenalinspiegel hoch zu jagen und die 3h vergehen buchstäblich im Flug. Den Lunch danach, gebratenes Gemüse mit Reis und eine leckere Hühnersuppe mit Kokosmilch, haben wir uns verdient.

 

Um 17:00 bin ich wieder im Hotel und ich beschließe das Projekt Brille zu konkretisieren. Ich gehe noch mal zu dem Optiker, der mir die Gläser für 4.000 THB anbieten wollte. Auf gezieltes Nachfragen stellt sich allerdings heraus, dass die 4.000 THB nur für ein Glas gelten würden. Bei meinen ganz speziellen Gläsern, multifokal mit Gleitsicht, hohe Brechung, gehärtet, entspiegelt, reden wir nun schon über 15.000 (koreanischer No Name) bis 20.000 THB (Essilor). Für fast 400 € wären die Gläser zwar immer noch gut halb so teuer wie in Deutschland, aber die Nummer ist mir jetzt doch zu heiß. Wenn ich ein Problem mit meiner Brille habe, dann kann ich dem Optiker meines Vertrauens in Deutschland jederzeit in den Hintern treten, hier heißt es aus den Augen, aus dem Sinn. Und ob meine Kasse eine thailändische Rechnung akzeptiert ist ein ganz anderes Thema. Ich denke mal, wenn man keine allzu hohen Ansprüche hat, dann kommt man hier ziemlich gut weg. Bei einer einfachen Lesebrille kann man nicht so viel falsch machen. Aber einfache Lesebrillen gibt’s auch beim Fielmann für kleines Geld. Das Thema Brille ist damit abgehakt!

 

Direkt neben dem hoteleigenen Fitnesscenter befindet sich auch ein kleiner Massagesalon der zum Hotel gehört. Die Damen haben mich schon mehrfach darauf angesprochen, ob ich denn keine Massage wolle. Nach dem abendlichen Workout – irgendwie musste ich das Adrenalin ja wieder abbauen – war mir heute mal danach. Die Masseurin, Rose, bietet mir an, die Massage auf meinem Zimmer zu machen, was ich dankend annehme. Wir vereinbaren eine Aromamassage für 450 THB für 60 min. Nach 15 min kommt Rose dann auch, ich empfange sie frisch geduscht, sie legt eine duftende Blüte aufs Bett und sie fängt an mit wunderbar duftendem Öl ganz wunderbare Dinge mit meinem Rücken zu machen. Nach einer halben Stunde darf ich mich umdrehen und sie macht weiter ganz wunderbare Dinge mit meinem Körper. So tiefenentspannt war ich schon lange nicht mehr und ich beschließe mir diesen Zimmerservice ganz sicher noch mal zu gönnen!

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201110012011#

 

11.1.11 05:29


Sonntag, 09.01.2011


Heute ist mir mal nach Sightseeing. Im Reiseführer steht etwas von Samae San, ein netter Fischerort, wo man preiswert Fisch und Meeresfrüchte essen kann. Das hört sich doch gut an, also geht’s nach dem Frühstück und dem obligatorischen Besuch bei Starbucks aufs Moped und ab Richtung Süden. Nachdem ich den Ort Ban Sarae passiert habe, sehe ich linkerhand einige Hinweisschilder die zu diversen Wats (Tempelanlagen) weisen. Das hört sich doch ganz interessant an und ich biege mal links ab. Die Nebenstrassen sind hervorragend ausgebaut und mir kommen sogar einige Radler entgegen. Ein Wintertrainingslager in Thailand wäre mal eine echte Alternative zu Mallorca! Ich erreiche den Tempel Viharasien, der chinesischen Ursprungs ist. Die 50 THB Eintritt sind gut angelegt, die Anlage ist wirklich imposant. Jede menge Bronzeskulpturen, die Buddha, diverse chinesische Gottheiten und Shaolinkämpfer darstellen. In der großen Eingangshalle stehen bestimmt 100 bronzene Buddha-Skulpturen, ein faszinierender Anblick. Bei einem Buddha, der besonders gütig lächelt, kann ich nicht anders – obwohl überall angeschrieben steht „don’t touch“ – lege ich meine Hand auf die Hand des Buddhas und es durchströmt mich ein sehr warmes, sehr intensives Gefühl. Ich bin mir ganz sicher, Buddha hat mir in diesem Moment zugelächelt. Im Vatikan wäre ich ob diesen Frevels wahrscheinlich rausgeflogen, aber der Wärter lächelt mich freundlich an, deutet auf meine Ying/Yang-Kette und versucht mir wohl etwas zu erklären; leider habe ich fast kein Wort verstanden. Überall im Tempel befinden sich auch Bilder von König Bhumibol. Der König wird in Thailand sehr geehrt und geachtet. Bhumibol sitzt übrigens schon seit Juni 1946 auf dem Thron und ist damit der am längsten amtierende Monarch der Welt.

Direkt neben Viharasien liegt Wat Yansangwararam, im Reiseführer als „eindrucksvolles Beispiel moderner Tempelarchitektur“ beschrieben. Da muss etwas dran sein, auf dem Parkplatz davor stehen ca. 20 Reisebusse, die jede Menge chinesische Gäste ausladen. Die Anlage sieht von außen betrachtet auch wirklich wunderschön aus, wenn man den Turm besteigt hat man auch einen ganz wunderbaren Überblick auf das Gelände und die bewaldeten Berge im Hintergrund. Der Tempel ist von innen betrachtet aber ziemlich schmucklos, soviel zu moderner Tempelarchitektur.

Ich kehre zurück auf die Staatsstrasse 3 Richtung Süden, passiere den Ort Sattahip und suche den Ort Ban Sarae. Wenn ich thailändische Strassenschilder lesen könnte, hätte ich mich sicher leichter getan, auch das Fragen nach dem Weg hat nicht wirklich weitergeholfen, wahrscheinlich habe ich den Ortsnamen so falsch ausgesprochen, dass mich niemand verstanden hat. Schließlich finde ich einen Ort mit vorgelagerter Insel und großem Fischereihafen, wie im Reiseführer beschrieben, dass müsste dann Ban Sarae sein. Das ist wirklich ein reiner Fischerort, ich glaube ich bin der einzige Tourist auf der Hauptstrasse und einladende Seafood Restaurants finde ich auch keine. Vielleicht bin ich auch nicht in Ban Sarae??? Vielleicht ist der Reiseführer auch Murks??? Da muss ich wohl auf Google Maps nachschauen, wo icht tatsächlich war. Was soll’s, ich verspüre Hunger auf Seafood und mache mich so langsam auf den Rückweg. An einer Kreuzung muss ich wohl falsch abgebogen sein, auf jeden Fall stehe ich auf einmal vor der Einfahrt zum Stützpunk der Royal Navy in Sattahip. Ein sehr streng schauender Wachposten macht mir unmissverständlich klar, dass ich hier falsch bin!

Auf dem Rückweg mache ich einen kurzen Stopp an einem typischen Thai Markt. Dort gibt es alles für die gute Thaiküche, Chilis, Currypasten, Saucen, Gewürze, was man bei uns zum Teil noch nicht mal in guten Asia-Shops erhält, hier ist es eben authentisch. Authentisch ist aber auch, dass das Fleisch offen, ohne Kühlung auf der Theke liegt; der Chili tötet aber jeden Keim. Was da zum Teil verkauft wird sieht nicht immer lecker aus, ein Stand hat auch tatsächlich marinierte Kakerlaken im Angebot; Mahlzeit! Auf diesen Märkten bekommt man auch Kleidung und Haushaltsartikel, so auch die thailändische Messermarke KIWI; besonders stabil sehen die Dinger aber nicht aus – dass ein gutes japanisches, geschmiedetes Küchenmesser im Fachgeschäft ca. 3-4.000 THB kostet, ein thailändisches KIWI-Messer dagegen nur 50-60 THB kostet, wird schon seinen Grund haben.

Bei einem kurzen Tankstopp stelle ich erfreut fest, das mein Yamaha Nuovo Elegance Roller nur ca. 1,8 l/100 km verbraucht. Für kurze Strecken ist der Roller ja wirklich super praktisch, aber nach ca. 100 km Fahrt tut mir mittlerweile der Hintern weh. Das Teil läuft zwar laut Tacho ~ 100 km/h, bei einer Geschwindigkeit > 70 km/h fühlt sich der Roller aber alles andere als stabil an.

Nach dem abendlichen Workout – den ich heute mal auf 30 min Crosstrainer reduziert habe – steht mir der Sinn nach Seafood. Auf der Tipp-Plaza, Second Road, Höhe Soi 10, finde ich ein nettes Open Air Restaurant, genieße Shrimps mit Chili und bin nach 2 großen Chang schon fast besoffen; ich werde alt, ich vertrage nix mehr.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201109012011#

11.1.11 05:24


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