Thailand 2009 Patong Beach, Phuket

 

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Samstag, 08.01.2011

Heute war es mir mal einem ganz gemütlichen Strandtag. Also nach dem Morgenlauf und dem Morgenkaffee bei Starbucks auf zum Pier  und auf die Fähre nach Koo Laan – ich habe jetzt bestimmt schon 5 verschiedene Schreibweisen dieser Insel gesehen; keine Ahnung, welche jetzt richtig ist.
Ich stelle erfreut fest, dass meine Hosen etwas weniger spannen; das morgendliche Jogging, das abendliche Krafttraining, kohlehydratarme Ernährung, das ganze Jahr noch keine Schokolade, Bier erst abends und dann auch nur in Maßen, zeigt langsam Wirkung! Ob aus dem Triathlet im Speckmantel vielleicht wieder ein vorzeigbarer Altersklassenathlet wird? Nachdem ich gestern jemand im Rothsee Triathlon Finisher Shirt getroffen habe – der Typ war allerdings ziemlich maulfaul; wahrscheinlich war es ihm peinlich angesprochen zu werden – habe ich mich daran erinnert, dass dies ja mal mein Sport war! Rein zufällig bin ich heute morgen auf der Seite vom Phuket Triathlon gelandet – findet dieses Jahr am 27.11.2011 statt – und was muss ich feststellen? AUSGEBUCHT!!! Das ist ja mittlerweile genauso schlimm wie mit diesem Ironman und Challange Gedöns in Deutschland. Aber immerhin stehe ich jetzt auf der Warteliste für 2011. 1.8 km swim, 55 km bike und 12 km run sollten eigentlich aus der kalten Hose und ohne lange Radausfahrten im November machbar sein.
Ich sitze also in der 13:00 Fähre nach Koo Laan und bin im Geiste schon auf der Radstrecke in Phuket! Ich entscheide mich heute mal für den kleinen Strand Tar Yai Beach, im Norden der kleinen Insel. Man kann diesen Strand schon von der Fähre sehen wenn sie am Tawaen Beach Pier einläuft. Die Fahrt mit dem Moped Taxi dorthin kostet 40 THB und ist ein Erlebnis, welches mal erfahren haben solle. Aber der Bursche hat sein Bike beherrscht und ich bin heil angekommen. Der Strand selbst ist sehr schön, wunderbarer Sand, klares Wasser, relativ wenig überlaufen, nur eine Strandbar und keine Souvenir-Verkäufer. Der Tag geht mit Lesen und Dösen wie im Flug vorbei und ratz-fatz ist es 17:30, Zeit aufzubrechen um die letzte 18:00 Fähre zu erwischen. Am Na Baan Pier herrscht geschäftiges Treiben; ein „Seelenverkäufer“ wird gerade mit den Gütern für die örtliche Gastronomie entladen; die dazu verwendeten Mopeds mit Beiwagen würden jeden deutschen TÜV-Prüfer in den Herzinfarkt treiben; aber was soll’s, es funktioniert ja. Ich gönne mir an einer der zahlreichen Garküchen am Pier eine gebratene Wurst in der Hoffnung ein scharfes Würstchen erwischt zu haben. Leider war das aber eine ziemlich fettige und überhaupt nicht scharfe Wurst und mir hat schon auf der Überfahrt der Magen gegrummelt. Merkwürdig, seitdem ich nach Thailand reise ist mir noch nie an einer Garküche schlecht geworden. Aber ein grüner Tee im Hotel macht alles wieder gut!

Nach dem abendlichen Workout stürze ich mich dann ins Nachtleben und spaziere die Beach Road hinunter, in Richtung Walking Street. An der Beach Road stehen nach Einbruch der Dunkelheit jede Menge Mädchen und Ladyboys und hoffen auf zahlungswillige Kunden. Zum Teil stehen da bildhübsche Mädchen – hoffentlich sind die auch alle schon über 18 Jahre alt; diese zierlichen Thailänderinnen sind altersmäßig ganz schwer einzuschätzen. Irgendwie irritiert es mich nach wie vor noch, wenn ich einen schmerbäuchigen 120 kg Herrn in der Ü60 sehe, der dann ein zierliches 40 kg Thaimädchen an der Hand hält. Ich denke dann nur, hoffentlich muss das arme Mädchen nicht unten liegen und überlasse die moralische Bewertung den Gutmenschen dieser Welt. Mir fallen auch einige Rollstuhlfahrer an der Beach Road auf. Pattaya hat sich zwar mittlerweile auf Russen eingestellt, aber für mobilitätseingeschränkte Gäste ist dieser Ort nicht wirklich geeignet.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201108012011#
9.1.11 04:57


Freitag, 07.01.2011

Da es gestern irgendwie diesig und bedeckt war hatte ich auf die Sonnenmilch verzichtet. Ein fataler Irrtum wie sich heute morgen herausstellte. Meine Arme waren krebsrot; die thailändische Sonne hat also auch durch die Wolken genug Power! Daher wurde gemäß der Devise „viel hilft viel“ heute morgen doppelt geschmiert. Den Morgenlauf habe ich heute mal ausfallen lassen, dafür saß ich dann schon um 09:00 beim Frühstück. Anstelle des sog. „Kaffee“ habe ich mir grünen Tee bestellt, was dann prompt mit 85 THB berechnet wurde – das ist selbst für thailändische Verhältnisse happig für einen Teebeutel. Also habe ich mir im 7to11 meines Vertrauens einen Pack Teebeutel besorgt – wozu gibt es einen Wasserkocher auf dem Zimmer!
Nach dem üblichen Morgenkaffee bei Starbucks mache ich mal einen Gang durch den Ort und gehe mal bei einigen Optikern vorbei. Ich war echt überrascht über das Preisniveau. Gleitsichtgläser wie ich sie brauche wurden mir für ca. 4.000 THB (ca. 100 &euro angeboten, zwar nicht von Zeiss aber von Essilor bzw. ein koreanisches Produkt. Für solche Gläser habe in Deutschland beim Optiker meines Vertrauens ca. 800 € abgedrückt, also fast das achtfache. Und in fast jedem Laden war sofort ein freundlicher, sehr gut Englisch sprechender Herr im weißen Kittel zur Stelle, der sich als Optometrist vorstellte und wusste bon was er redete. Auch bei den Rahmen sind die Preise recht günstig, die Gestelle der Nobelmarken, z.b. Porsche Design oder G&G  kosten zwar auch so um die 3-400 €, aber für unter 5.000 THB gibt es schon richtig edle Gestelle. Und bei dem Angebot „buy two, pay one“ kommt man wirklich in Versuchung. Außerdem lässt sich eine Brille wesentlich besser nach Hause transportieren als ein schlecht sitzender, sog. „Massanzug“ vom indischen Schneider.
Am Mittag habe ich mich dann auf den Weg zum Pattaya Elephant Village gemacht. Mit dem Moped völlig problemlos erreichbar, die Central Road durch, über die Staatsstrasse 3, über die Gleise, dann ca. 6 km geradeaus, dann rechts und dann stehen auch schon Hinweisschilder. Ich habe die einstündige Treckingtour und die Elefantenshow gebucht, zusammen 1.650 THB; wenn ich das im Hotel gebucht hätte, wären mit Transport und Früchte-Lunch ca. 2.200 THB fällig gewesen. Um 14:30 ging die Show los, ein ausgezeichnet Englisch sprechender Ranger erklärt, dass wir uns in einer Sanctuary (Auffanglager) für kranke und verletzte Elefanten befinden, die früher als Arbeitstiere in der Forstwirtschaft eingesetzt waren. Da die Forstwirtschaft in Thailand an Bedeutung verloren hat wurden die Elefanten arbeitslos und einfach ausgesetzt. In dieser Schutzstation – welche sich wohl nur durch Spenden und Eintrittsgelder finanziert – werden die Tiere gepflegt und dürfen den Touristen ein paar Kunststücke vorführen. Die Show ist wirklich sehr schön, die Elefanten zeigen was sie als Holzfäller so gelernt haben und die Zuschauer werden auch einbezogen. Und welch ein Wunder, es sind keine Russen im Publikum! Irgendwie sind Elefanten faszinierende Geschöpfe; riesengroß, strotzen vor Kraft, aber ganz sanfte, tiefgründige Augen. Der Ranger erklärt noch, dass fast nur weibliche Elefanten als Arbeitstiere eingesetzt werden, weil die Bullen ca. 6 Monate im Jahr in der Mast sind und dann einfach nur aggressiv und gefährlich und zu nichts gebrauchen sind. Es ist also wie im richtigen Leben, die Drecksarbeit wird meist von Frauen erledigt!
Nach der Show beginnt dann die Trecking Tour. Über einen ganz bequemen Aufstieg darf man dann auf einem Sitz auf dem Rücken des Elefanten Platz nehmen. Der Master sitzt dem Elefanten im Genick und lenkt das Tier durch bestimmte Kommandos und zärtlichen Schlägen auf die Ohren. Der Master erklärt mir in einer Sprache, die er wohl für Englisch hält was wir jetzt machen und los geht’s. Ziemlich wackelig auf einem Elefantenrücken, aber auch irgendwie sehr entspannend. Mitten im Wald nimmt der Master mir meine Kamera ab, steigt ab und lässt mich auf seinem Platz sitzen. Ein irres Gefühl, so engen Kontakt mit diesem Tier zu haben. Nach der Tour werden wir von einer Kuh mit einem 10 Wochen alten Jungbullen empfangen. Der Bursche war richtig knuffig; irgendwie musste ich dabei an die Elefantenparade aus dem Dschungelbuch denken. Und die Haare auf den Kopf des Kleinen waren noch ganz weich und nicht solche Borsten wie bei den Großen.

Nach meinem abendlichen Workout im hoteleigenen Fitness-Studio habe ich Lust auf Seafood und ich suche mir ein nettes Restaurant an der Beach Road. Ich finde die „Pink Lady“ ohne russische Speisekarte zwischen Soi 8 und Soi 9, bekomme einen Tisch zur Strasse und beobachte das Treiben auf der Beach Road. Und liebe Männer, ich weiß ja nicht wer Euch mal gesagt hat, dass kackbraune Sandalen mit durchfall-beigefarbenen Socken cool sein sollen. Bitte vergesst es; Ihr seid beschissen worden, es sieht einfach nur Scheiße aus!!! Über die zum Teil beanstandungswürdigen Singlets legen wir jetzt mal den Mantel des Schweigens.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201107012011?authkey=Gv1sRgCImOvdC80vT6Gg#

9.1.11 05:00


Donnerstag, 06.01.2011

Heilige Drei Könige, offensichtlich kein Feiertag in Thailand! Obwohl es etwas bedeckt ist, habe ich Lust auf den Militärstrand. Doch zuvor erstehe ich in so einer Art Apple Store im Central Plaza ein iPod Anschlusskabel. Dieses Central Plaza ist ein riesiges, modernes Einkaufs-Center welches mit den amerikanischen Malls locker mithalten kann. Vornehmlich Bekleidung, Kosmetik, relativ wenig Elektronik und auf zwei Etagen Food Stores, von Mr. Dognut bis Burger King und zig Varianten Thai alles vertreten! Bemerkenswert sind auch die Angebote der Slimming Center. Für nur 1.999 THB pro Behandlung versprechen sie eine Reduktion des Bauchumfangs von 5 cm in einer Woche. Allerdings wollen sie mich dafür mit Microwellen und Ultraschall beschießen! Faszinierend war auch die Tiefgarage für Mopeds. Auf einer Fläche, wo vielleicht 100 KFZ stehen könnten, standen dort > 1000 Mopeds; das wäre auch mal was für Frankfurt.

 

Ich fahre Richtung Süden nach Bang Saray um den Militärstrand zu finden. Auf der Fahrt dorthin komme ich am Pattaya Flooding Market vorbei; muss interessant sein, es standen ca. 20 Reisebusse davor. Auf dem Weg nach Bang Saray suche ich die kleinen Nebenstrassen neben der Hauptstrasse und find dort schon einige sehr nette Strandabschnitte und schöne Resorts. Am Pier bei Sunset Village treffe ich einen Inder. Ich dachte erst, das wäre ein verirrter Schneider, aber zeigt mir seine Karte und stellt sich mir als „ Certified Psychic Reader & Fortuneteller“ vor. Er sagt mir auf den Kopf zu, dass ich zwar entspannt und glücklich aussehen würde, aber dass tief in mir drin etwas fehlen würde und das ich zu wenig Sex haben würde. Und dass genau in diesem Moment mir eine ganz bestimmte Person mir sehr nahe stehen würde. Nun ja, einem in Scheidung lebendem Anfangsfünfziger zu sagen, er wäre overworked and underfucked, dazu braucht’s keine Wahrsagerei; gleichwohl hat mich der Bursche nachdenklich gemacht! Auf das großzügige Angebot mir die Zukunft vorauszusagen bin ich dann nicht eingegangen; die Lottozahlen hätte er auch nicht gewusst und dass ich innerhalb der nächsten 50 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben werde, weiß ich bereits!

 

Ich komme an der Militäranlage an, direkt an der zweiten Fußgängerbrücke auf der Hauptstrasse. Man muss sich beim Posten registrieren lassen, eine ID hinterlegen, egal was Hauptsache ein Bild drauf und darf auf’s Gelände fahren. Der Weg zum Strand sind dann noch mal ca. 5 km man passiert zwei weitere Wachposten; bei zweiten ist dann eine Gebühr von 60 THB fällig und dann geht es über einen Berg zum Strand. Und da kommt dann Urlaubsstimmung auf, wunderbare, tropische Landschaft, blaues Wasser, goldener Sand, so muss es sein!!! Am Strand selbst gibt es gute Infrastruktur, Strandbar, Liegestuhlverleih, ein Seafood Restaurant und viele schattige Bäume. Und das beste, es kommt nicht alle 2 min ein Händler vorbei, der irgendwas verkaufen will und ich habe auf einmal mehr schwedisch, spanisch und französisch gehört als klingonisch!!!

 

Fazit: Etwas schwierig zu erreichen, ohne Moped fast unmöglich, aber lohnenswert, das wird wohl mein Lieblingsstrand!

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201106012011#

 

6.1.11 18:51


Mittwoch, 05.01.2011

Irgendwie ist mir heute mal nach Strand. Vor Pattaya liegen ja einige Inseln, die mit Fähren und Schnellbooten ganz gut zu erreichen sind. Ich entscheide mich für die Insel Ko Lan. Die Tickets kann man am Pier kaufen, aber Vorsicht, der erste Schalter bietet ein Return-Ticket für 150 THB an; direkt am Pier kostet die einfache Fahrt dann nur 30 THB. Auf der Überfahrt komme ich mit Marc aus Antwerpen ins Gespräch. Marc spricht hervorragend Deutsch und kennt als Belgier Umicore nicht – und ich dachte wir wären das berühmteste Unternehmen in Belgien! Die Fähre legt nach ca. 45 min am Hauptstrand an, der ziemlich voll aussieht. Marc schlägt vor, ein Taxi für 40 THB zu nehmen und zum Monkey Beach zu fahren. Ein ausgezeichneter Tipp, der Strand sieht wunderbar aus, klares Wasser, der Liegestuhl kostet gerade mal 50 THB und es lassen sich tatsächlich sogar ein paar Gibbons blicken. Auch wenn der Strand nicht überfüllt war, ca. die gefühlte Hälte der Gäste waren Russen. Und wenn die sich laut unterhalten und ihre Russendisco auf volle Lautstärke drehen interessieren die anderen Gäste herzlich wenig, schade. Marc erzählt mir, dass er von Phuket für 40 Euro nach Pattaya geflogen wäre, weil in Phuket wohl schon über eine Woche schlechtes Wetter wäre und noch so bleiben würde. Er gab mir auch den Tipp, das Hotel künftig nur für 1-2 Nächte zu buchen und sich dann vor Ort ein Appartement zu suchen; er würde für 500 THB die Nacht ein besseres Zimmer als im Hotel haben. Eine Überlegung ist das wert, für 100-150 THB kann man auf jeden Fall besser frühstücken als im Hotel! Aber sein bester Tipp war, in Thailand mal zum Optiker zu gehen. Er hätte sich eine aufwendige Gleitsichtbrille für umgerechnet weniger als 100 € machen lassen. Das werden dann sicher keine Zeiss-Gläser sein, aber das werde auf jeden Fall mal näher ansehen. Abends gönne ich mir dann für 500 THB ein Ganz-Körperpeeling mit anschließender Ölmassage. Ich schwebe wunderbar entspannt ins Hotel und freue mich über meine samtweiche Haut! Fazit: Wer ganz entspannt an einem richtigen Strand liegen will, für den ist Ko Lan auf jeden Fall ein guter Tipp!

Bilder:  http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201005012010#

6.1.11 18:45


Dienstag, 04.01.2011

Ich wache wieder relativ früh auf und nutze die Morgenstimmung für einen lockeren Lauf an der Strandpromenade Richtung Leuchtturm. Interessant zu sehen, welche Gestalten um die Zeit noch oder schon unterwegs sind. Es gibt tatsächlich morgens um 09:00 schon – oder noch? – Jungs, die in der Bierbar das erste Singha zischen. Die Walking Street sieht bei Tageslicht ziemlich trostlos aus; überall wird aufgeräumt und geputzt. Die Qualität des Hotelfrühstücks hält sich in Grenzen, aber die Spiegeleier mit Schinken sind ganz ok. Nach dem Morgenkaffee bei Starbucks – ich hätte nie gedacht, dass ich bei Starbucks mal Stammkunde werde, setze ich mich aufs Moped und fahre Richtung Jomtien. Der Reiseführer behauptet ja, dass es dort etwas ruhiger zugehen würde. Auf dem Weg dorthin passiere ich den Aussichtspunkt auf dem Pattaya-Berg und den Big Buddha. Von dort oben hat man wirklich einen sehr schönen Ausblick über die Bucht von Pattaya. Der Strand ist zwar sehr lang, aber überall sehr schmal. Insbesondere bei Flut kommt da kein richtiges Strand-Feeling auf. Beim Big Buddha gerate ich mal wieder in eine Horde Russen. Wahrscheinlich sind die Herrschaften nur deshalb mit Schuhen in den Tempel gelatscht, weil der Hinweis „please take off your shoes“ nicht in klingonisch, aka russisch da stand. In Jomtien dann der nächste Schock, von wegen ruhiger Strand. Auch nur ein recht schmaler Streifen Sand, der an beiden Enden von Hotelanlagen und Wohntürmen mit Eigentumswohnungen umsäumt ist. Die Immobilienhändler haben sich auf die russischen Gäste bereits bestens eingestellt, die meisten Verkaufsplakate sind in russischer Sprache – ich weiss, wo ich nicht für geschenkt ein Appartement haben wollte. Am östlichen Teil ist der Strand dann tatsächlich weniger bevölkert und ich verweile ein paar Stunden in einem schattigen Liegestuhl und döse so vor mich hin. Dabei fällt mir dann ein, dass ich das USB-Kabel für den iPod vergessen habe; nun ja in einem der vielen Einkaufszentren ist man sicher in der Lage mir so ein Teil zu verkaufen. In der Hinweisbroschüre der Region lese ich etwas von einem Strand bei Bang Saray, ca. 20 km südlich von Pattaya. Der Strand soll in einem Militärgelände sein und etwas schwierig zu erreichen, daher auch nicht so überlaufen. Das wird mal vorgemerkt. Für den Abend habe ich mir mal ein VIP Ticket in der „weltberühmten“ Tiffany Travestie Show gebucht. Das Tiffany liegt am Ende der Second Road und direkt davor sind mehrere Bierbars und Restaurants. Ich stehe fasziniert vor „Hans Schnitzelhaus“ und sehe, dass es heute Nürnberger Bratwürste mit Kraut gibt. Ich bin noch am staunen, da kommt auch schon der Besitzer heraus und bittet mich in sein Lokal. Ich lehne höflich ab und gönne mir nebenan ein sehr leckereres spicy thai-seafood; na ja, spicy war’s jetzt nicht gerade! Die Show bei Tiffany war ganz nett aber hat mich jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen. Der Vorteil des VIP Tickets ist, man sitzt eben nach an der Bühne und sieht fast alle Details. Der Nachteil ist, man sieht fast alle Details. Die Kostüme waren ganz sicher mal prächtig als sie noch neu und noch nicht ausgefranst waren. Dass die Damen mit den Plateau-Schuhen mit den schiefen, ausgeleierten Absätzen verletzungsfrei tanzen konnten grenzt an ein Wunder. Wenn die Damen das mit dem lippensynchronen Playback noch ein wenig üben würden, dann wäre die Show wirklich sehenswert. Besonders störend fand ich, dass bis zu 20 min nach Vorstellungsbeginn noch Zuschauer in den Saal wollten und lautstark – natürlich auf klingonisch – ihre Plätze gesucht hatten. Fazit: wer noch nie in einer Transvestiten Show war, kann mal hingehen, ein 1.000 THB VIP Ticket braucht es nicht, auf den 800 bzw. 600 THB Sitzen sieht man genauso gut. Die Konkurrenz-Veranstaltung im Alkazar werde ich mir ersparen.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201004012010#

6.1.11 18:43


Montag, 03.01.2011

Irgendwie habe ich die erste Nacht schlecht bis kaum geschlafen. Es war relativ warm im Zimmer. Die Klimaanlage musste ich ausschalten; die war unerträglich laut. Also wieder die bewährte Taktik, bis kurz vorm Zubettgehen die Klimaanlage volle Pulle laufen lassen und dann aus. Da ich um 08:30 schon wach bin, stehe ich auf und jogge gemütlich an der Uferpromenade entlang. Irgendwie war ich dabei ziemlich entsetzt über den Strand; es ist zwar schon über 10 Jahre her, dass ich mal kurz in Pattaya war, aber so schmal hatte ich den Strand nicht in Erinnerung. Bei Flut ist der Strand ein schmales Handtuch und bei Ebbe ist es auch nicht viel besser! Dann kommt der erste Dämpfer, ich rufe bei dem Mopedverleih motorbike-station.com an um mir das Bike wie vereinbart ins Hotel bringen zu lassen. Der Betreiber meinte dann aber, ich hätte seine letzte Mail nicht bestätigt und jetzt hätte er keine Bikes mehr. Ich hatte zwar meine ausgedruckte confirmation mail vor mir liegen, nutzt aber nix. Ob es was damit zu tun hatte, dass der Betreiber kein Thai sondern Franzose ist? emotion Ich frage dann an der Rezeption nach einer Alternative, vom Hotel wäre erst in 5 Tage ein Bike frei gewesen. Ich gehe dann einfach die Strasse entlang, schaue mir die Buden mit den Schildern „ Bike for rent“ an, frage ein paar Mal und werde mit einem sehr freundlichen Herrn einig, der mit seine Yamaha Nuova Irgendwas für 150 THB pro Tag vermieten möchte. Auf den Schreck kehre ich erstmal bei Starbucks ein um mir einen anständigen Milchkaffee zu gönnen; der Kaffee im Hotel verdient noch nicht mal das Prädikat „kaffeeähnliches Heißgetränk“ Die erste Runde mit dem Moped macht wieder richtig Spass. Mit so einem Roller kommt man einfach überall durch und der Verkehr ist gar nicht so chaotisch, wie es vielleicht aussehen mag. Ich kehre bei einem weiteren Massagesalon ein und gönne mir eine Fußpflege. Mit med. Fußpflege nach ISO 9001 hat das natürlich nix zu tun, aber die Hornhaut ist weg und die Fußmassage ist einfach belebend – wichtig für’s Nachtleben. Ruckzuck ist der Tag auch schon rum, ich finde ein nettes Restaurant gleich um die Ecke vom Hotel und gönne mir etwas Thai Food. Da der Laden brechend voll ist, teile ich mir den Tisch mit Mike aus Perth in Australien. Mike erzählt mir, dass er schon über 1 Jahr in Pattaya leben würde, es sehr relaxt findet – als ob es in Australien nicht relaxt wäre – und dass seine Thaifreundin jetzt sauer auf ihn wäre, weil er jetzt Thai lernen würde. Dadurch würde er ja verstehen, was sie mit ihren Freundinnen besprechen würde. Wir trinken noch ein paar Bier zusammen und stellen fest, dass 50 für einen Mann gar kein so schlechtes Alter ist.

Bilder:

6.1.11 04:20


Sonntag, 02.01.2011

Anreise, 01-02.01.2011

 

 

Die Anreise verlief völlig unproblematisch, der Flughafentransfer war am Neujahrstag für 19:00 bestellt und der Fahrer stand bereits um 18:45 vor der Haustür. emotion Da ich ausnahmsweise mal nicht auf den letzten Drücker gepackt habe, war ich sogar schon fertig. Die A3 war schneefrei und nahezu verkehrsfrei, daher war ich um 19:15 schon am Flughafen. Da ich bereits via Internet eingecheckt war, musste ich nur noch meine Reisetasche abgeben, kurz im Duty Free vorbeischauen und saß bereits um 20:00 in der Lounge und musste die Zeit bis 22:50 irgendwie rumkriegen. War mit Gummibärchen und Erdnüssen aber eine lösbare Aufgabe. Dann passiert beim Boarding eine nette Überraschung; die freundliche Dame bei der Einsteigekontrolle zerreißt einfach meine Bordkarte und meint ich hätte eine Einladung in die Business Class erhalten; na denn, das fing ja schon mal gut an emotion. Warmes Essen gab es dann um 01:00; ich habe dankend abgelehnt, sah auch irgendwie nicht so lecker aus. Im Bordprogramm lief Wallstreet II, mit 2-3 Gläsern Champagner ganz nett; war also nicht tragisch, dass ich den im Kino verpasst habe. Der Captain muss über Afghanistan wohl eine Abkürzung geflogen sein; die planmäßige Ankunft war für 15:25 Ortszeit vorgesehen und wir waren um 14:45 schon da. Ich habe mich schon gefreut und gedacht ich erwische den Buss von Bell’s Travel Service dann doch um 16:00, aber das war nix. Eine geschlagene Stunde stand ich bei der Einreisekontrolle; um 16:05 stand ich dann am Treffpunkt bei Gate 7/8 aber da war der Bus schon weg. Tja, thailändische Busse sind eben zuverlässiger als die Deutsche Bahn – was ja auch nicht schwer fällt.

 

Direkt neben dem Stand von Bell’s steht ein weiter Bustransfer für 17:00 nach Pattaya, statt den 200 THB die Bell’s wollte, wurden hier nur 124 THB aufgerufen. War trotzdem kein Schnäppchen; kaum in Pattaya angekommen, wollte der Bursche noch mal 100 THB für die Fahrt vom Busterminal zum Hotel!

 

Im Hotel Areca Lodge völlig problemloses Einchecken, der Hotel Voucher von Agoda wurde sofort akzeptiert, vom Reisepass eine Kopie gemacht, der Page bringt meine Tasche auf’s Zimmer; um 19:30 Ortszeit bin ich angekommen!

 

 

Irgendwie bin ich nach dem Duschen überhaupt nicht müde – in D ist schließlich erst 14:00 – und breche zu einem kleinen Spaziergang auf. Es ist schon dunkel und die Stadt erstrahlt im grellen Licht der Neon-Schilder, die über jeder Bar und Restaurant hängen. Ich gönne mir einen Kaffee bei Starbucks bleibe auf dem Rückweg an einem Massage-Salon in der Art-Street neben Mike’s Shopping Mall hängen und genieße die erste Massage im Neuen Jahr. Noch ein kurzer Zwischenstopp im 7to11 um mich mit Getränken zu versorgen und um Mitternacht liege ich im Bett – allerdings fast wach bis 04:00.

 



Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201002012011#
6.1.11 04:11


Auf ein Neues !!

So, der nächste Thailand-Urlaub ist schon in der Pipeline. Leider wird es auch in diesem Jahr nix mit Sylvester in kurzen Hosen - leider hatte die Lusthansa keine Prämienflüge mehr in der letzten Dezemberwoche verfügbar.

Dafür geht es jetzt vom 02.01.2011 bis zum 18.01.2011 nach Pattaya. Pattaya? Da wird manch einer mit dem Kopf schütteln und denken, na der hat's aber nötig. Und genau so ist es; ich habe es bitter nötig, meinen dicken Bauch mal wieder ein paar Tage in die Sonne zu legen, das gute Essen zu geniessen und mir ein paar Wellness-Massagen zu gönnen.

http://www.arecalodge.com

Die Lage ist eigentlich sehr gut; 2 Autostunden von Bangkok entfernt und Angkor Wat in Kambodscha ist gut erreichbar. Und die LH Meilen haben gerade noch so für einen Flug nach Bangkok gereicht

19.11.10 14:05


Letzter Tag, Sonntag 08.11.2009

 

Abreisetag und Zeit für eine erste Bilanz:

 

Ich bin nicht so erholt, wie ich es gerne wäre. Das liegt zum einen daran, dass ich meistens spät ins Bett gegangen bin und relativ früh auch wieder aufgestanden bin. Zum anderen habe ich recht viel unternommen, war recht viel auf Achse und habe mir eigentlich zu wenig Zeit genommen, einfach nur abzuschalten und dem Moment zu genießen. Irgendwie meine ich immer, ich müsste ständig etwas unternehmen bei solchen Reisen; den Gedanken, 12.000 km zu fliegen um dann einfach nur am Strand zu liegen finde ich nur schwer erträglich. Gleichwohl gab es viele Momente, in denen ich bei mir war und den Augenblick genießen konnte – sei es jetzt am Cap …. Oder beim „Big Buddha, oder im Liegestuhl am Paradise Beach. Ich habe die Massagen genossen; insgesamt habe ich mir so ca. 10-mal dieses Vergnügen gegönnt, davon war es 8-mal jeden Cent wert. Eine „Soapy Massage“ mit „Happy Ending“ hat sicherlich ihren Reiz; aber ganz sicher nicht in Patong. Das ist ungefähr so, als würde man im Mutantenstadl authentische Volksmusik erwarten. Was soll’s, ich hätte es wissen können/sollen/müssen, für was gibt’s schließlich Google.
Ich bin bisher zu selten und zu kurz in Thailand gewesen, aber meine Eindrücke von 2009 sind völlig anders als meine ersten Eindrücke von 1995. Es kann aber auch an Phuket, bzw. an Patong liegen. Patong wird völlig zu Recht der Ballermann Thailands genannt. Auch dies war mir vorher bekannt. Gleichwohl hatte ich mich bewusst für Patong entschieden, da mir nun wirklich nicht der Sinn nach einem Honeymoon Resort mit grenzdebil grinsenden Händchenhaltern oder kreischenden Kindern stand.
Mit Ballermann beschreibt man Patong aber nur unzureichend. Ballermann ist das Synonym für sockentragende Deutsche, krebsrote, tätowierte Engländer und grölende Holländer; alles Volksgruppen, die ich hier so gut wie gar nicht angetroffen habe. Selbst die BLÖD ist nur mit Schwierigkeiten aufzutreiben. Gäste die schon länger nach Phuket reisen, erklärten mir, dass vor ca. 10-15 Jahren der Anteil der deutschen  Urlauber so. 30-40 % betragen habe; jetzt läge er deutlich unter 5 %. Man trifft sehr viele Touristen aus dem asiatischen Raum, Chinesen, Japaner, Koreaner und sehr viele Gäste aus Singapur, was ja nur eine Flugstunde von Phuket entfernt liegt und von Air Bangkok für ca. 40 USD bedient wird. Und man trifft sehr viele Touristen aus dem arabischen Raum und Russen. Ich hatte wirklich das Gefühl, jeder zweite Tourist war Russe. Und viele von denen haben sich durch ausnehmend schlechtes und peinliches Benehmen nicht unbedingt meine Sympathien erworben. Die vielen Straßenhändler, indischen Schneider oder Taxifahrer, die ihre Dienste anbieten wollen, nerven mit der Zeit, aber es gibt keinen Grund, sie wie eine lästige Fliege wegzuscheuchen. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man sich am Buffet den Teller übervoll schaufelt, nur ein paar Gabeln isst und den Tisch wie einen Saustall hinterlässt. Es tut auch nicht weh, den Mädchen im Service mit einem freundlichen „excuse me Miss“ oder „thank you, Miss“ und einem Lächeln zu begegnen. Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass die Massage-Mädchen, die vor meinem Hotel standen, nach 3-4 Tagen nicht jedes mal „Massaaaage“ gequäkt haben und mir ihre Preisliste vor die Nase gehalten haben, wenn ich vorbeigelaufen kam, sondern einfach nur gelächelt und gewinkt haben.
Es ist auch interessant zu Beobachten, wie sich die Wahrnehmung über die Zeit ändert. Auch ich gehöre natürlich zu den Menschen, die alles andere sein wollen als ein typischer Tourist. Natürlich bin ich ein Tourist. Auch wenn ich nicht im Prolo-Singha-Singlet und Socken herumlaufe, ich bin Tourist. Aber wenn man – aus meiner Sicht – unangenehme Zeitgenossen wahrnimmt; die Touristen sind ja immer nur die anderen: ich bin Tourist! Trotzdem ziehe ich mir zum Essen eine lange Hose und ein Hemd an, ziehe im Tempel die Schuhe aus, nehme den Schinken vom Frühstücksbuffet mit um ihn an die Katzen zu verfüttern und kaufe Hundelekkerli um die Strassenhunde zu füttern. Interessanterweise nehme ich Frauen, nach denen ich mich auf der Zeil jederzeit umdrehen würde, im Vergleich zu den Thais als fette, unförmige Monster war. Und wenn ich russisch höre muss ich unwillkürlich an die Klingonen aus Star Trek denken. Sorry liebe Klingonen, ich weiß, ihr seid ein tapferes ehrenwertes Volk! Und in den Augen der Thais bin ich reich – sonst könnte ich mir ja die Reise nach Phuket nicht leisten – dementsprechend versucht man natürlich mir das Geld auf mehr oder wenige charmante Weise aus der Tasche zu ziehen. Das Leben ist aus Sicht eines deutschen Normalverdieners auch wirklich preiswert dort, ein gutes Hotelzimmer bekommt man schon so ab 30-40 € die Nacht, ein Bier kostet ca. 1€ (wobei die Barmädchen sich wirklich alle Mühe geben, dass man auch genügend konsumiert) ein anständiges Essen bekommt man für unter 5 € (wenn man auf die Nachtmärkte geht sogar für unter 0.50 &euro Die Kleidung ist billig, die Tischwäsche aus Seide ist schön und preiswert. Und wenn man den richtigen Schneider findet, dann bekommt man für ca. 15 € ein ca. 80%iges Jogi Löw Hemd. Einen Motorroller kann man für ca. 4€ am Tag leihen und das lohnt sich wirklich! Gleichwohl habe ich da Gefühl, dass die Preise über die Jahre ganz schön angezogen haben, in den 90ern bekam man für 1 DM ~ 40 THB; heute bekommt man für 1 € ~ 50 THB. Das kann aber auch an Phuket, bzw. Patong liegen.
Solange ich in Urlaubsstimmung war, habe ich mich von einer gewissen buddhistischen Gelassenheit anstecken lassen und habe mir Zeit gelassen. Das war heute Morgen allerdings völlig anders. Der bestellte Wake Up Call um 06:00 kam nicht, wenn ich nicht meine Polar auf 06:15 und das Handy auf 06:20 programmiert hätte, dann hätte ich glatt verschlafen. Dann gab es beim Auschecken ein ziemliche Verzögerung, da die Dame an der Rezeption ziemliche Schwierigkeiten hatte, die Minibar Abrechnungen zu addieren. Es war mittlerweile schon 08:30, draußen wartete das Taxi und Flieger ging um 10:00. Buddha hätte über meinen Gedanken „Mädchen, jetzt komm endlich in die Puschen“ völlig zu Recht milde gelächelt, denn nach ca. 35 min Fahrt war ich am Flughafen, konnte problemlos einchecken und hatte noch ausreichend Zeit für einen Kaffee und zum Pinkeln
Es war interessant, mal für 2 Wochen alleine unterwegs zu sein. Der Vorteil ist, man ist völlig unabhängig, kann den Tag ganz nach dem eigenen Gusto gestalten und hat sehr viel Zeit zum Nachdenken. Der Nachteil ist, man hat niemanden mit dem man die Eindrücke teilen kann, der auch mal andere Aspekte aufs Tapet bringt und man hat viel Zeit zum Nachdenken.
Würde ich wieder nach Thailand fliegen? Jederzeit, es ist einfach ein faszinierendes Land mit traumhaften Stränden, freundlichen Menschen – zu denen man allerdings nur schwierig Zugang findet.
Würde ich wieder nach Phuket fliegen? Warum nicht, es gibt trotz Massentourismus wunderschöne Ecken dort und der Phuket Triathlon im Dezember würde mich ja schon mal reizen. Und wenn man sich ein Moped mietet, dann ist man ja absolut flexibel.
Würde ich wieder nach Patong wollen? No Comment!

9.11.09 01:21


Buddhistische Verkehrsregel

Wer das erste Mal nach Thailand kommt, und womöglich den Großstadtverkehr in Bangkok erlebt, dem wird das ganze auf den ersten Blick chaotisch vorkommen. In Thailand herrscht Linksverkehr, was aber nicht bedeutet, dass einem auf der linken Seite auch niemand entgegenkommt. Dazu kommt, dass in manchen Strassen – wenn es den Verkehrsfluss vereinfacht, durchaus rechts gefahren wird, oder dass auch auf mehrspurigen Strassen auf der linken Seite eine Spur für Rechtsverkehr freigegeben ist. Dazu kommt der überaus hohe Anteil an Zweirädern, was es für die Autofahrer nicht wirklich einfach macht, durchs Gewimmel zu kommen. Aber man ist ohnehin am besten mit dem Motorrad oder Roller unterwegs. So ein Roller ist schnell, wendig, man kommt überall durch und findet eigentlich überall einen Abstellplatz. Und die Verkehrsregeln? Es gibt ganz sicher Regeln, es gibt rote Ampeln – die günstigerweise einen Count Down mit Sekundenanzeige rückwärts laufen haben, so dass man jederzeit weiß, wann es wieder weitergeht. Und es funktioniert einfach. Man fädelt sich irgendwie ein und nimmt Rücksicht aufeinander; das ist schon das ganze Geheimnis. Man muss mal einen Massenstart mit ca. 50 Moppeds im Berufsverkehr mitgemacht haben; Rad fahren im Frankfurter Berufsverkehr ist 10 x gefährlicher. Jeder sucht sich eine Lücke, aber niemand kämpft verbissen um die Position. Wenn die Lücke zu eng wird, dann nimmt man sich eben zurück, eigentlich ganz einfach. Wenn’s ganz eng wird, dann wird auch mal gehupt. Das ist jetzt aber kein Hupen in dem Sinne, Platz da, jetzt komme ich, sondern eher in dem Sinne, ey pass auf, ich bin hinter/neben Dir, also keinerlei Aggressivität. Ich befürchte, die einzigen, die damit nicht zurecht kämen, sind die Schweinefleischfresservisagen im Benz aus dem Landkreis OF. Ob das jetzt ein Aspekt der buddhistischen Gelassenheit ist? Keine Ahnung, aber scheint ja zu funktionieren.

Und die Polizei überwacht die Helmpflicht! Ich war einmal - wirklich nur einmal(!) – an der Strandpromenade ohne Helm unterwegs und wurde prompt von der Touristenpolizei rausgepfiffen. Ich wurde über mein Vergehen belehrt – sehr höflich übrigens – und bekam ein Ticket über 500 THB. Ich diskutierte ein wenig mit dem Polizisten – die haben ja tolle Uniformen, fast so wie bei C.H.I.P.S. und dann steigen sie auf einen 125 ccm Roller – Konsequenz war, er nahm mir meinen Führerschein ab und meinte, wenn ich auf der Polizeistation die 500 THB bezahle, bekäme ich ihn wieder. Nach kurzem Überlegen, 500 THB = 10 €, ein neuer EU-Führerschein kostet ca. 65 € Gebühr habe ich mich entschlossen, das Knöllchen auch zu bezahlen. Auf der Wache waren die Beamten sehr freundlich und haben mir dann nur 300 THB abgenommen, was mich dann doch gefreut hat. Ich habe 2 Zettel unterschrieben, von denen ich natürlich nicht weiß was ich da unterschrieben habe; vielleicht kommt das dicke Ende ja noch bei der Ausreise.
Interessanterweise haben die Polizisten nur die Farangs rausgewunken, und die Helmpflicht gilt auch nur für den Fahrer, nicht für den Passagier. Das muss man jetzt nicht verstehen, das ist halt so.

6.11.09 11:02


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