Thailand 2009 Patong Beach, Phuket

 

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Sonntag, 09.01.2011


Heute ist mir mal nach Sightseeing. Im Reiseführer steht etwas von Samae San, ein netter Fischerort, wo man preiswert Fisch und Meeresfrüchte essen kann. Das hört sich doch gut an, also geht’s nach dem Frühstück und dem obligatorischen Besuch bei Starbucks aufs Moped und ab Richtung Süden. Nachdem ich den Ort Ban Sarae passiert habe, sehe ich linkerhand einige Hinweisschilder die zu diversen Wats (Tempelanlagen) weisen. Das hört sich doch ganz interessant an und ich biege mal links ab. Die Nebenstrassen sind hervorragend ausgebaut und mir kommen sogar einige Radler entgegen. Ein Wintertrainingslager in Thailand wäre mal eine echte Alternative zu Mallorca! Ich erreiche den Tempel Viharasien, der chinesischen Ursprungs ist. Die 50 THB Eintritt sind gut angelegt, die Anlage ist wirklich imposant. Jede menge Bronzeskulpturen, die Buddha, diverse chinesische Gottheiten und Shaolinkämpfer darstellen. In der großen Eingangshalle stehen bestimmt 100 bronzene Buddha-Skulpturen, ein faszinierender Anblick. Bei einem Buddha, der besonders gütig lächelt, kann ich nicht anders – obwohl überall angeschrieben steht „don’t touch“ – lege ich meine Hand auf die Hand des Buddhas und es durchströmt mich ein sehr warmes, sehr intensives Gefühl. Ich bin mir ganz sicher, Buddha hat mir in diesem Moment zugelächelt. Im Vatikan wäre ich ob diesen Frevels wahrscheinlich rausgeflogen, aber der Wärter lächelt mich freundlich an, deutet auf meine Ying/Yang-Kette und versucht mir wohl etwas zu erklären; leider habe ich fast kein Wort verstanden. Überall im Tempel befinden sich auch Bilder von König Bhumibol. Der König wird in Thailand sehr geehrt und geachtet. Bhumibol sitzt übrigens schon seit Juni 1946 auf dem Thron und ist damit der am längsten amtierende Monarch der Welt.

Direkt neben Viharasien liegt Wat Yansangwararam, im Reiseführer als „eindrucksvolles Beispiel moderner Tempelarchitektur“ beschrieben. Da muss etwas dran sein, auf dem Parkplatz davor stehen ca. 20 Reisebusse, die jede Menge chinesische Gäste ausladen. Die Anlage sieht von außen betrachtet auch wirklich wunderschön aus, wenn man den Turm besteigt hat man auch einen ganz wunderbaren Überblick auf das Gelände und die bewaldeten Berge im Hintergrund. Der Tempel ist von innen betrachtet aber ziemlich schmucklos, soviel zu moderner Tempelarchitektur.

Ich kehre zurück auf die Staatsstrasse 3 Richtung Süden, passiere den Ort Sattahip und suche den Ort Ban Sarae. Wenn ich thailändische Strassenschilder lesen könnte, hätte ich mich sicher leichter getan, auch das Fragen nach dem Weg hat nicht wirklich weitergeholfen, wahrscheinlich habe ich den Ortsnamen so falsch ausgesprochen, dass mich niemand verstanden hat. Schließlich finde ich einen Ort mit vorgelagerter Insel und großem Fischereihafen, wie im Reiseführer beschrieben, dass müsste dann Ban Sarae sein. Das ist wirklich ein reiner Fischerort, ich glaube ich bin der einzige Tourist auf der Hauptstrasse und einladende Seafood Restaurants finde ich auch keine. Vielleicht bin ich auch nicht in Ban Sarae??? Vielleicht ist der Reiseführer auch Murks??? Da muss ich wohl auf Google Maps nachschauen, wo icht tatsächlich war. Was soll’s, ich verspüre Hunger auf Seafood und mache mich so langsam auf den Rückweg. An einer Kreuzung muss ich wohl falsch abgebogen sein, auf jeden Fall stehe ich auf einmal vor der Einfahrt zum Stützpunk der Royal Navy in Sattahip. Ein sehr streng schauender Wachposten macht mir unmissverständlich klar, dass ich hier falsch bin!

Auf dem Rückweg mache ich einen kurzen Stopp an einem typischen Thai Markt. Dort gibt es alles für die gute Thaiküche, Chilis, Currypasten, Saucen, Gewürze, was man bei uns zum Teil noch nicht mal in guten Asia-Shops erhält, hier ist es eben authentisch. Authentisch ist aber auch, dass das Fleisch offen, ohne Kühlung auf der Theke liegt; der Chili tötet aber jeden Keim. Was da zum Teil verkauft wird sieht nicht immer lecker aus, ein Stand hat auch tatsächlich marinierte Kakerlaken im Angebot; Mahlzeit! Auf diesen Märkten bekommt man auch Kleidung und Haushaltsartikel, so auch die thailändische Messermarke KIWI; besonders stabil sehen die Dinger aber nicht aus – dass ein gutes japanisches, geschmiedetes Küchenmesser im Fachgeschäft ca. 3-4.000 THB kostet, ein thailändisches KIWI-Messer dagegen nur 50-60 THB kostet, wird schon seinen Grund haben.

Bei einem kurzen Tankstopp stelle ich erfreut fest, das mein Yamaha Nuovo Elegance Roller nur ca. 1,8 l/100 km verbraucht. Für kurze Strecken ist der Roller ja wirklich super praktisch, aber nach ca. 100 km Fahrt tut mir mittlerweile der Hintern weh. Das Teil läuft zwar laut Tacho ~ 100 km/h, bei einer Geschwindigkeit > 70 km/h fühlt sich der Roller aber alles andere als stabil an.

Nach dem abendlichen Workout – den ich heute mal auf 30 min Crosstrainer reduziert habe – steht mir der Sinn nach Seafood. Auf der Tipp-Plaza, Second Road, Höhe Soi 10, finde ich ein nettes Open Air Restaurant, genieße Shrimps mit Chili und bin nach 2 großen Chang schon fast besoffen; ich werde alt, ich vertrage nix mehr.

Bilder: http://picasaweb.google.com/vbman60/Pattaya201109012011#

11.1.11 05:24
 


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