Thailand 2009 Patong Beach, Phuket

 

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Bangkok, Sonntag 16.01.2011

Heute steht die Radtour „Colours of Bangkok“ auf dem Programm. Interessanterweise war es zuerst ein Holländer, der auf die Idee gekommen ist Radtouren durch Bangkok anzubieten, mittlerweile hat er wohl ziemlich Konkurrenz. Die Idee ist ihm dabei gekommen, da er selbst oft mit dem Fahrrad durch Bangkok ins Büro gefahren ist und dafür nur die Hälfte der Zeit benötigt hatte als mit dem Auto. Die Tour startet im Süden ganz in der Nähe des Chao Phraya Rivers und die Fahrt mit dem Taxi dorthin dauert am frühen Sonntagmorgen nur ca. 10 min. Die Gruppe mit der ich unterwegs bin besteht aus 8 Holländern und ich bin der einzige Deutsche. Die Tour führt zunächst ganz bewusst durch eine Armensiedlung. Die Menschen – die meisten kommen aus dem armen Norden, weil sie sich in der Hauptstadt ein besseres Leben versprechen - leben dort in den allereinfachsten Verhältnissen, aber in den meisten Wellblechhütten steht ein Fernseher und/oder eine Spielekonsole. Die Führerin erklärt, dass die meisten Menschen hier eine Arbeit haben, ausreichend zu Essen haben und dass die Kinder zur Schule gehen würden. Es gebe innerhalb der Siedlung sogar einen Kindergarten.

 

Wir setzten mit einem Langboot über den Fluss über und wir betreten eine andere Welt. Mitten im Moloch Bangkok, die Hochhäuser erscheinen zum Greifen nahe, ist eine grüne Lunge mit Gärten, Bananen und Mangoplantagen. Der Radweg führt über einen relativ schmalen Steg aus Beton durch die Landschaft; bei Gegenverkehr – besonders bei Mopeds – wird es auch mal eng. Wir machen eine Pause in der Nähe einer Klosteranlage und essen dort zu Mittag. Die gebratenen Nudeln werden vor unseren Augen frisch zubereitet und sind richtig lecker. Weiter geht es durch die Klosteranlage und Wohnsiedlungen wieder Richtung Fluss. Nach ca. 5 h ist die Tour vorbei und man hat einige Flecken gesehen, die so garantiert nicht im Reiseführer stehen. Ein absolut lohneswerter Trip!

 

Den Nachmittag verbringe ich rund um den Siam Square. MTB, Siam-Center, Siam-Paragon; Mega Shopping-Center, wo es vom Shopping mit Markt Charakter (MTB) bis zu Chanel, Prada, Hermes und sonstigen Nobelmarken (Paragon) einfach alles gibt. Der Gourmet-Markt im Paragon ist ein Paradies für Feinschmecker. Hier gibt es Gewürze, die führt auch der beste Asia-Shop in Frankfurt nicht. Auf der 2. Etage des MTB befinden sich unzählige Handy-Shops, welche die neusten Mobiltelefone ALLER gängigen Marken anbieten. Einige gängige Modelle von Samsung, HTC oder LG kann man tatsächlich ca. 10 -15% günstiger als in Deutschland erwerben. Den Verkaufsschlager schlechtin, das iPhone 4 mit 32 GB wird für ca. 28.500 THB angeboten, verhandeln zwecklos, die Burschen haben ein Kartell gebildet. Dieser Preis entspricht so ziemlich exakt dem Preis, den Apple auch in Deutschland aufruft, also ziemlich uninteressant. Und überhaupt, für was brauche ich eigentlich ein iPhone?!? Auch wenn einer Marktstudie zufolge – von wem wurde die eigentlich gesponsert – iPhone Besitzer mehr Sex als „normale“ Mobiltelefonierer haben sollen, eine Investition von 739 € in Ginseng wirkt sich mit Sicherheit nachhaltiger auf mein Sexleben aus!

 

Am Abend gönne ich mir mal einen Drink in Bangkoks höchster Open-Air Bar, der Sky Bar im State Tower an der Silom Road. Das muss man einfach mal erlebt haben, alleine die Fahrt mit dem Express-Aufzug in den 64. Stock lassen schon die Ohren zu fahren. Und dann das Panorama – Bangkok bei Nacht, mehr als 200 m über Grund! Vom ganz in der Nähe liegenden Shangri La Hotel wird gerade ein Feuerwerk abgefeuert; fast auf Augenhöhe mit den Raketen. Die Getränkepreise sind allerdings mit der Anzahl der Stockwerke multipliziert worden; ein einfaches Bier kostet 400 THB, das 4-5 fache als üblich. Gepfiffen drauf, ich gönne mir einen Mai Tai und genieße das Panorama in der milden Abendluft. Ich komme mit einer Gruppe junger Männer aus NRW ins Gespräch und werde gesiezt! – ich fühle mich auf einmal alt.  

 

Auf dem Rückweg zur Sky Train Station bei Silom spaziere ich noch über den Nachtmarkt bei Pat Pong. Da mir meine „wertvolle“ Breitling Uhr ja im Frühjahr geklaut worden ist, erstehe ich recht günstig eine neue Uhr. Da muss man wirklich aufpassen, zuerst wollte der Bursche 4.500 THB für das Teil, auf 1.400 haben wir uns geeinigt und da bin ich wahrscheinlich immer noch über den Tisch gezogen worden. Pat Pong ist schon eine  Nummer für sich; in der Mitte der Strasse der Nachtmarkt mit 2 ganz engen Gassen, rechts und links die Go-Go und Beer Bars aus denen ohrenbetäubender Lärm dröhnt. Ich erwische die fast letzte Hochbahn und falle hundemüde ins Bett.

 https://picasaweb.google.com/vbman60/Bangkok201116012011#

 
14.3.11 10:29
 


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